Top-Vorhaben
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS verantwortet auf Stufe Bund mehrere Gross- und Teilprojekte sowie Vorhaben – zum Beispiel den Werterhalt Polycom 2030, die Entwicklung sowie die Implementierung eines Sicheren Datenverbundnetzes (SDVN) oder die Erstellung eines Lageverbund-Systems.
Das BABS zeigt hier die Entwicklung der Projekte bzw. Vorhaben auf und beschreibt die nächsten Etappen. Dies ermöglicht den jeweiligen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträgern, die richtigen Prioritäten bei den Projekten bzw. Vorhaben zu setzen und die Ressourcen gezielt zu steuern.
Das BABS erstellt anstatt eines jährlichen Masterplans eine laufende Planungsübersicht und veröffentlicht zu jedem dieser Projekte und Vorhaben Faktenblätter, die periodisch (viertel- bis halbjährlich) gemäss dem Stand der Entwicklungen aktualisiert werden. Diese Dokumente werden online zur Verfügung gestellt. Damit stehen allen interessierten Stellen jederzeit aktuelle Informationen zu den für sie relevanten Projekte und Vorhaben des BABS zur Verfügung.
Aktuelle Top-Vorhaben
Beitritt der Schweiz zum EU-Katastrophenschutzverfahren (Union Civil Protection Mechanism UCPM)
Katastrophen und Notfälle kennen keine politischen oder geografischen Grenzen. Extremereignisse wie Erdbeben, Pandemien, ein KKW-Störfall oder Waldbrände haben zunehmend grenzüberschreitende Auswirkungen und können die nationalen Einsatzkapazitäten schnell überfordern
Bevölkerungsschutz im bewaffneten Konflikt (BibK)
Der Bevölkerungsschutz (BevS) und insbesondere der Zivilschutz (ZS) hat sich in den letzten 25 Jahren auf die Bewältigung von Katastrophen und Notlagen ausgerichtet. In diesem Bereich baute er ein breites Fähigkeitsspektrum auf. Der bewaffnete Konflikt wurde aber weitestgehend ausgeblendet.
BZG-Revision (Alimentierung Teil 1)
Die Bestände im Zivilschutz sind seit Jahren rückläufig. Während in der Strategie Bevölkerungsschutz und Zivilschutz 2015+ (BBl 2012 5503) und der Totalrevision des Bevölkerungsund Zivilschutzgesetzes (BZG; SR 520.1) per 1. Januar 2021 ein Soll-Bestand von 72'000 Zivilschutzangehörigen festgelegt wurde, betrug der Ist-Bestand per 1. Januar 2025 nur noch rund 57’000 Zivilschutzangehörige, wovon rund 1’700 im Personalpool eingeteilt waren. Bei gleichbleibenden Rekrutierungszahlen von rund 4500 Neurekrutierten pro Jahr wird der Zivilschutzbestand bis ins Jahr 2030 auf rund 50'000 Zivilschutzangehörige sinken.
Digitalisierung Zivilschutz (DIZIS)
DIMILAR (Digitalisierung Milizarmee) ist ein Projekt zur Digitalisierung der verschiedenen Hilfsmittel für die Dienstpflichtigen, damit diese digital mit den aufbietenden Behörden respektive mit den verschiedenen Stakeholdern interagieren können. Durch diese Digitalisierung soll der administrative Aufwand verringert und die Interaktion zwischen Dienstpflichtigen und Behörden erleichtert werden. Das System wird in Form eines Portals, konkret über eine App, implementiert, wobei ein Grossteil der Informationen dank verschiedener Module mit PISA ausgetauscht werden können. Aufgrund der gemeinsam durchgeführten Rekrutierung ist es wichtig, dass der Zivilschutz nachzieht und das Modul für den Nachfolger des Dienstbüchleins identisch mit dem der Armee ist (unter Berücksichtigung der besonderen Merkmale und Bedürfnisse des Zivilschutzes). Für das Aufgebot und die Dienstverschiebung muss der Zivilschutz über eigene Module verfügen. Die für den Zivilschutz relevanten Module werden im Rahmen des Projekts Digitalisierung Zivilschutz (DIZIS) realisiert. Diese Module bringen eine Harmonisierung und Standardisierung der Verwaltung und der Prozesse auf kantonaler Ebene mit sich.
Datenzugangssystem (DZS)
Das Datenzugangssystem (DZS), als Teil des Gesamtvorhabens SDVS (Nationales sicheres Datenverbundsystem), setzt auf SDVN+ (Sicheres Datenverbundnetz Plus) auf und wird auf dessen Netzwerk für den Betrieb von bevölkerungsschutz-relevanten Anwendungen benötigte Basis-Dienste anbieten.
Fähigkeitsanalyse Bevölkerungsschutz
Mit dem Klimawandel werden naturbedingte Extremereignisse häufiger und intensiver. Dies zeigen die Unwetter in den letzten Jahren in der Schweiz deutlich. Auch die verschlechterte sicherheitspolitische Lage wirkt sich auf die Schweiz aus.