Medieninformationen
NSB
Kommunikationskanäle zur Sirenenfernsteuerung grösstenteils wieder hergestellt – Ursache bekannt
Die Störung der Geräte zur Sirenenfernsteuerung ist grösstenteils behoben. Die Kommunikationskanäle zwischen den Sirenenfernsteuerungsgeräten und den zentralen Komponenten des Systems wurden bei über 90% der rund 5’000 stationären Sirenen wieder hergestellt. Die Ursache für den Ausfall war ein Update einer Kommunikationssoftware. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) wertet die Störung mit den Lieferanten und den Kantonen aus und arbeitet an einer Lösung. Die Information, Warnung und Alarmierung der Bevölkerung ist trotz der Störung kontinuierlich gewährleistet worden: Die Sirenen konnten vor Ort ausgelöst werden.
Schweizweite Panne bei den Geräten zur Sirenenfernsteuerung
Eine Panne bei der Kommunikation mit den Sirenenfernsteuerungsgeräten hat dazu geführt, dass die rund 5’000 stationären Sirenen in der Schweiz nicht mehr aus den Einsatzzentralen der Kantonspolizeien ausgelöst werden können. Die Alarmierung der Bevölkerung ist jedoch weiterhin gewährleistet – die Sirenen können durch die zuständigen Behörden vor Ort ausgelöst werden. Die Alertswiss-App und -Website, verbreitungspflichtige Radiomeldungen sowie die rund 2’200 mobilen Sirenen stehen für die Information, Warnung und Alarmierung der Bevölkerung weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung.
Einführung der Sicherheitsdienstpflicht: Bundesrat legt erste Eckwerte und weiteres Vorgehen fest
Den Bevölkerungsschutz stärken und die personellen Bestände der Armee und des Zivilschutzes langfristig sichern: Dieses Ziel verfolgt die Sicherheitsdienstpflicht. Das Parlament hat einen entsprechenden Auftrag 2025 an den Bundesrat überwiesen. Der Bundesrat hat am 24. Juni 2026 Eckwerte zur Einführung einer Sicherheitsdienstpflicht beschlossen. Zivilschutz und Zivildienst sollen zu einem Katastrophenschutz fusioniert werden. Der Bund konsultiert nun die Kantone zu diesen Eckwerten.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz veröffentlicht für Jugendliche eine Lerneinheit zu Katastrophen und Notlagen
Angesichts der Verschärfung der internationalen Sicherheitslage und der Zunahme von Naturgefahren und gesellschaftlichen Gefährdungen gewinnt die Sensibilisierung der Zivilgesellschaft an Bedeutung. Vor dieser Ausgangslage hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) eine freiwillige Lerneinheit für Jugendliche zu Katastrophen und Notlagen in der Schweiz herausgegeben. Lehrpersonen, die Kenntnisse und Handlungsfähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich erweitern möchten, erhalten damit konkrete Unterstützung.
Projektstart für das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK)
Das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK) wird bis 2035 das bestehende Polycom-Netz ablösen und künftig die sichere Kommunikation von Bund, Kantonen und Betreibern kritischer Infrastrukturen gewährleisten. Mit der Unterzeichnung des Projektinitialisierungsauftrags haben die Bundesräte Martin Pfister und Beat Jans gemeinsam mit Landesfähnrich Jakob Signer (AI), Präsident der RK MZF, und Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi (NW), Präsidentin der KKJPD, den Startschuss für das Projekt gegeben. Damit startet das VBS gemeinsam mit den Partnern des Sicherheitsverbundes Schweiz (SVS) die Projektplanung und Durchführung für das Vorprojekt Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK). Per Ende 2025 wurde die Projektverantwortung dem Kommando Cyber zugewiesen.
Bundesrat modernisiert Alarmierung der Bevölkerung
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2026 die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Multikanalstrategie für die Information, Warnung und Alarmierung der Bevölkerung zur Kenntnis genommen und die Stossrichtung der weiteren Arbeiten festgelegt. Künftig sollen Information, Warnung und Alarmierung über mehrere Kanäle erfolgen, insbesondere durch die Einführung der Handyalarmierung («Cell Broadcast») sowie die Weiterentwicklung bestehender Instrumente wie der Alertswiss-App und -Webseite. Zugleich hat der Bundesrat entschieden, die Aufhebung des Notfallradios IBBK vorerst zurückzustellen. Es soll vertieft geprüft werden, wie die Information der Bevölkerung in Schutzräumen künftig via Radio sichergestellt werden kann. Im Übrigen wird die Vernehmlassungsvorlage unverändert übernommen, einschliesslich der Übertragung der Zuständigkeit für die Sirenen vom Bund an die Kantone. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS soll dem Bundesrat bis Ende 2026 die entsprechende Botschaft vorlegen.
Nationale Aeroradiometrie-Kampagne: Messung von Radioaktivität aus der Luft
Vom 15. bis 18. Juni 2026 führt die Nationale Alarmzentrale (NAZ) des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS) ihre jährlichen aeroradiometrischen Messflüge durch. Aeroradiometrie beschreibt die Messung von Radioaktivität aus der Luft. Die Flüge dienen dazu, die Einsatzbereitschaft des Aeroradiometrie-Teams und seiner Ausrüstung sicherzustellen sowie Referenzdaten zur Radioaktivität in verschiedenen Regionen der Schweiz zu erheben.
Längere Testphase: Go-Live von IES NG wird auf Mai 2027 verschoben
Das neue Informations- und Einsatzsystem New Generation (IES NG) für das Gesundheitswesen sollte ursprünglich im Oktober 2026 live gehen. Nun wird das Go-Live um einige Monate auf den Mai 2027 verschoben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) hat diese Entscheidung auf Antrag mehrerer Partner gefällt, damit noch mehr Tests unter realen Bedingungen durchgeführt werden können.
Brandkatastrophe Crans-Montana: Alle Patientinnen und Patienten in die Schweiz rückverlegt
Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana wurde ein Teil der Verletzten in Spezialkliniken im Ausland behandelt. Inzwischen konnten alle Patientinnen und Patienten mit Lebensmittelpunkt in der Schweiz rückverlegt werden. Die beteiligten Spitäler und Rehabilitationskliniken stehen weiterhin in engem Austausch, um eine optimale Anschlussbehandlung in der Schweiz sicherzustellen.
Dienstbüchlein wird per 1. Juni 2026 abgelöst
Die Schweizer Armee und der Zivilschutz ersetzen das physische Dienstbüchlein per 1. Juni 2026 durch digitale Lösungen. Künftig werden die relevanten Informationen über den Dienstmanager beziehungsweise den Dienstmanager Zivilschutz (DIM ZS) bereitgestellt – die zentralen Plattformen zur Verwaltung des Militär- und Zivilschutzdienstes.
Die Organisationen des Bevölkerungsschutzes setzen ihre Vorbereitung auf bewaffnete Konflikte fort und tauschen sich über die Brandkatastrophe von Crans-Montana aus
Am 29. und 30. April 2026 hat in Appenzell die Konferenz der Chefinnen und Chefs der kantonalen Ämter für Bevölkerungsschutz stattgefunden. Auf dem Programm standen verschiedene aktuelle Themen, insbesondere das Projekt «Bevölkerungsschutz im bewaffneten Konflikt». Das halbjährliche Treffen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und der kantonalen Ämter diente den Teilnehmenden auch dazu, sich über die Erfahrungen bei der Bewältigung der sich am 1. Januar 2026 ereigneten Brandkatastrophe von Crans-Montana zu informieren.
Marc Siegenthaler wird Direktor des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz
An seiner Sitzung vom 1. April 2026 hat der Bundesrat Marc Siegenthaler zum Direktor des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS ernannt. Er übernimmt die Leitung des BABS am 1. August 2026 und folgt auf Michaela Schärer, die Ende April 2026 austritt.
Das VBS setzt die Vorbereitungen im Hinblick auf die Teilnahme am Katastrophenschutzverfahren der EU (UCPM) fort
Der verheerende Brand von Crans-Montana hat die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für die Bewältigung von Katastrophen verdeutlicht. Der Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union, Union Civil Protection Mechanism (UCPM), hat der Schweiz in entscheidendem Ausmass geholfen, schnell Dutzende schwer verbrannter Patientinnen und Patienten in spezialisierte Spitäler ins Ausland zu verlegen, und so dazu beigetragen, zahlreiche Leben zu retten. Anlässlich seiner Sitzung vom 20. März 2026 wurde der Bundesrat über die ersten aus dieser Zusammenarbeit mit dem UCPM gezogenen Lehren unterrichtet. Das VBS setzt seine Vorbereitungen im Hinblick darauf fort, gemäss Parlamentsauftrag das Gesuch für die Teilnahme am Mechanismus zu stellen.
Befristete Mehrwertsteuer-Erhöhung zur Stärkung der Sicherheit und Verteidigung: Bundesrat eröffnet die Vernehmlassung
Angesichts der verschlechterten geopolitischen Lage will der Bundesrat die Sicherheit und Verteidigung der Schweiz substanziell stärken. Eine befristete Mehrwertsteuererhöhung soll es ermöglichen, der Armee und den sicherheitsrelevanten zivilen Bundesämtern jene finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Bevölkerung und das Land gegen die wahrscheinlichsten Bedrohungen besser zu schützen – namentlich gegen hybride Aktivitäten und Angriffe aus der Distanz. Der Bundesrat hat dazu in seiner Sitzung vom 6. März 2026 die Vernehmlassung zur befristeten Erhöhung der Mehrwertsteuer, zur Schaffung eines Rüstungsfonds und zur Änderung des Mehrwertsteuergesetztes eröffnet.
Bevölkerungsschutz: Pandemie und Strommangellage sind die grössten Risiken
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) hat die vierte Auflage seiner nationalen Risikoanalyse «Katastrophen und Notlagen Schweiz» (KNS) abgeschlossen. Als grösste der untersuchten Risiken werden darin die zwei Gefährdungen Pandemie und Strommangellage identifiziert. Der bewaffnete Konflikt bleibt im Fokus mit dem mit Abstand grössten Schadensausmass. Die Erkenntnisse aus KNS 2025 dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes und sind damit wichtiger Bestandteil der umfassenden Sicherheitspolitik der Schweiz. Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 25. Februar 2026 über den Schlussbericht informiert.
Übung mit Lastwagen beim Kernkraftwerk Beznau
Am Dienstag, 3. März 2026 üben Einsatzkräfte des Bundes, der Armee und des Kernkraftwerks Beznau (AG) den Transport von Notfallmaterial. Dabei werden verschiedene Lasten vom Lager Reitnau (AG) zum Kernkraftwerk transportiert und an unterschiedlichen Absetzpunkten auf dem KKW-Gelände platziert. Die Lärmbelastung für die Bevölkerung wird möglichst gering gehalten.
Besserer Schutz der kritischen Infrastrukturen in der Schweiz
Der Bundesrat will kritische Infrastrukturen, die für Bevölkerung und Wirtschaft der Schweiz essenziell sind, besser gegen Ausfälle aller Art schützen. Auch die wichtigsten elektronischen Daten von Bund, Kantonen und kritischen Infrastrukturen sollen einen besseren Schutz gegen Cyberangriffe und Manipulation erhalten. Deshalb hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 18. Februar 2026 entschieden, in Umsetzung zweier überwiesener Motionen die Arbeiten für entsprechende Gesetzesentwürfe voranzutreiben, um die Resilienz und die Datensicherheit kritischer Infrastrukturen zu verbessern.
Brandkatastrophe Crans-Montana: Nationale Koordination für die Rückverlegung der Patientinnen und Patienten in die Schweiz
Erste Patientinnen und Patienten der Brandkatastrophe von Crans-Montana konnten aufgrund ihres verbesserten Zustandes bereits aus den Brandzentren im Ausland in die Rehabilitation in der Schweiz überführt werden. Bund, Kantone und betroffene Institutionen treffen gemeinsam Vorbereitungen, damit bei der Rückverlegung die bestmögliche Anschlussbehandlung garantiert ist und den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen möglichst gut entsprochen werden kann.
Publikationshinweis: Projektbericht VBS für das 2. Halbjahr 2025
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat seinen Projektbericht für das 2. Halbjahr 2025 publiziert. Der Bericht im Webformat erscheint halbjährlich und gibt Auskunft über den aktuellen Stand der wichtigsten Top-Projekte des Departementes per 30. Juni und per 31. Dezember.
Sirenentest 2026 erfolgreich verlaufen
Am heutigen Sirenentest haben über 5'000 stationäre Sirenen in der ganzen Schweiz geheult. 99 Prozent der getesteten Sirenen funktionieren einwandfrei. Für die Alertswiss-App wurden im Verlauf des Tages über 15 Mio. Push-Mitteilungen verschickt. Mehrere Kantone testeten zusätzlich ihre mobilen Sirenen.
Brandkatastrophe Crans-Montana: Schweizer Fachteams besuchten Patientinnen und Patienten in ausländischen Verbrennungszentren
Die zwei am 21. Januar aktivierten Swiss Contact Teams (SCTs) besuchten bis am 30. Januar alle Patientinnen und Patienten mit Schweizer Staatsbürgerschaft oder Wohnsitz in der Schweiz, welche in Spezialkliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien behandelt werden. Die Besuche zeigten, dass die bestmögliche medizinische Versorgung weiterhin sichergestellt und die internationale Solidarität sehr gross ist. Die Absprachen mit dem medizinischen Fachpersonal und Angehörigen vor Ort sind eine wichtige Grundlage für die Vorbereitung und Koordination der Weiterbehandlung.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz veröffentlicht eine Vorlage für Notfallpläne zum besseren Schutz von Kulturgütern im Krisenfall
Kulturgüter haben nicht nur künstlerischen und historischen Wert, sie sind auch identitätsstiftend für die Gesellschaft und die Schweiz. Notlagen können Kulturgüter genauso bedrohen wie Wasser- oder Feuerschäden. Auch in bewaffneten Konflikten wird das kulturelle Erbe eines Landes oft gezielt angegriffen. Zur Verstärkung des Kulturgüterschutzes veröffentlicht das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) eine neue, digitale Vorlage, die kulturellen Institutionen und verantwortlichen Personen ermöglicht, Schutzmassnahmen für die in ihrer Obhut stehenden Kulturgüter zu planen.
Eine Delegation des Bundesamts für Bevölkerungsschutz reist nach Österreich, um den Austausch mit den Amtskolleginnen und Amtskollegen zu stärken und die Katastrophe von Crans-Montana zu thematisieren
Eine Delegation des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS) war am 29. und 30. Januar 2026 in Österreich, um dort die Amtskolleginnen und Amtskollegen der Direktion Organisation, Ressourcen und Krisenmanagement (ORK) zu treffen. Gegenstand der Diskussionen waren verschiedene künftige, aber auch aktuelle Themen, insbesondere die Brandkatastrophe von Crans-Montana, die in der Silvesternacht zahlreiche Opfer forderte. Erörtert wurde die effiziente Zusammenarbeit mit mehreren europäischen Ländern, die der Schweiz im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus (UCPM) Hilfe leisteten.
Sirenen und Alertswiss werden am 4. Februar 2026 getestet
Am Mittwoch, 4. Februar 2026, findet in der ganzen Schweiz der Sirenentest statt. Mit dem Test werden die rund 5'000 Sirenen Jahr für Jahr überprüft, damit sie im Ereignisfall zuverlässig alarmieren. Zum Test gehören auch Meldungen via die Alertswiss-App. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) fordert die Bevölkerung auf, den Test als Gelegenheit zur Überprüfung der persönlichen Vorsorge im Hinblick auf ein Ereignis zu nutzen.
Brandkatastrophe Crans-Montana: Schweizer Fachteams unter Koordination des BABS besuchen Patientinnen und Patienten aus der Schweiz in ausländischen Verbrennungszentren
Die Schweiz hat zwei Swiss Contact Teams (SCTs) aufgebaut und entsendet sie in die europäischen Verbrennungszentren, die nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana in der Schweiz wohnhafte Patientinnen und Patienten behandeln. Dank internationaler Unterstützung konnten die Schwerverletzten die bestmögliche medizinische Versorgung in einer spezialisierten Klinik erhalten.
Brand in Crans-Montana: 35 Patientinnen und Patienten konnten im Rahmen des europäischen Zivilschutzmechanismus in spezialisierte Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien gebracht werden
Dank grosser Unterstützung zahlreicher europäischer Länder wurden seit dem 2. Januar 2026 35 Patientinnen und Patienten über den Prozess des Union Civil Protection Mechanism (UCPM) von Spitälern in der Schweiz in spezialisierte Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien verlegt. Zahlreiche Staaten haben der Schweiz Hilfsangebote gemacht.
Brand in Crans Montana: Patienten werden zur Behandlung in spezialisierte Kliniken in Europa verlegt
Für die bestmögliche Behandlung der Verbrennungsopfer des Brands in Crans Montana erhält die Schweiz Unterstützung im Rahmen des europäischen Zivilschutzmechanismus (Union Civil Protection Mechanism UCPM). Verbrennungsopfer können mittels des Mechanismus aus Schweizer Spitälern in spezialisierten Kliniken für Brandverletzte in verschiedenen europäischen Ländern aufgenommen werden. Die Verlegungen sind medizinisch dringlich.
Nachfolge Direktorin Bundesamt für Bevölkerungsschutz: Bundesrat Martin Pfister setzt Findungskommission ein
Bundesrat Martin Pfister setzt für die Suche einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers für die Direktorin des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS), Michaela Schärer, eine breit abgestützte Findungskommission ein. Sie wird geeignete Kandidaturen evaluieren und dem Chef VBS vorlegen. Die Wahl erfolgt durch den Bundesrat.
Michaela Schärer verlässt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. Dezember 2025 der einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit der Direktorin des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS, Michaela Schärer, zugestimmt. Für eine geordnete Nachfolgeregelung wurde der Austritt auf Ende April 2026 festgelegt.
Zweite Evakuation verletzter Kinder aus dem Gaza-Streifen abgeschlossen
Die Schweiz hat ihre humanitäre Aktion zur Evakuation verletzter Kinder aus dem Gaza-Streifen mit einer zweiten Operation abgeschlossen. Am Freitag wurden in Kooperation mit Norwegen 13 Kinder und 51 Familienangehörige, die zuvor vom Gaza-Streifen nach Jordanien gelangten, in die Schweiz überführt. In der Schweiz werden sie von acht verschiedenen Kantonen aufgenommen und in Universitäts- und Kantonsspitälern medizinisch behandelt. In der Schweiz durchlaufen sie ein ordentliches Asylverfahren. Im Rahmen ihrer humanitären Aktion hat die Schweiz insgesamt 20 verletzte Kinder und 78 Begleitpersonen aus dem Gaza-Streifen evakuiert.
Publikationshinweis: Bericht des Bundesrates «Allgemeine Bilanz über den Einsatz der Armee und des Zivilschutzes zur Unterstützung der Kantone in der Covid-19-Pandemie»
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 26. November 2025 seinen Bericht «Allgemeine Bilanz über den Einsatz der Armee und des Zivilschutzes zur Unterstützung der Kantone in der Covid-19-Pandemie» in Erfüllung des Postulats 23.4314 der GPK-S vom 12. Oktober 2023 gutgeheissen.
Megatrends und Erdbebenresilienz im Fokus der Bevölkerungsschutzkonferenz
Am 25. November 2025 hat in Biel die Bevölkerungsschutzkonferenz 2025 stattgefunden. Die Veranstaltung widmete sich zwölf globalen Megatrends – darunter die künstliche Intelligenz, Big Data und Drohnen – sowie deren potenzieller Nutzung bei der Erdbebenvorsorge und -bewältigung in der Schweiz. Mehr als 300 Personen folgten den Referentinnen und Referenten aus Wissenschafts- und Fachkreisen. Die Pausen boten Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung unter den Teilnehmenden.
Sichere mobile Kommunikation in Krisenlagen: Bundesrat legt weitere Schritte fest
Die Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit, etwa Polizei, Feuerwehr und Sanität, brauchen auch nach dem Nutzungsende von Polycom im Jahr 2035 ein gesichertes mobiles Kommunikationssystem. Deshalb wird das VBS ein Vorprojekt MSK starten und der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. November 2025 das VBS beauftragt, ihm bis im Frühjahr 2026 einen Zwischenbericht zur Finanzierung eines neuen nationalen mobilen Sicherheitskommunikationssystems (MSK) zu unterbreiten.
Warnungen vor schwerwiegenden Cyberbedrohungen neu auch über Alertswiss
Ab sofort können Bevölkerung und Unternehmen über Alertswiss vor schwerwiegenden Cyberbedrohungen gewarnt werden. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) haben ihre Zusammenarbeit verstärkt. Neu werden auch Cyberwarnungen in die Alertswiss App und Web-Plattform integriert. Damit steht ein zusätzlicher Kanal zur Verfügung, um die Bevölkerung im Fall von grossflächigen oder neuartigen Cyberangriffen möglichst rasch zu informieren, zu warnen und mit konkreten Handlungshinweisen zu schützen.
Massnahme zur Verbesserung der Zivilschutzbestände: Bundesrat setzt erste Gesetzesrevision in Kraft
Der Bundesrat setzt auf den 1. Januar 2026 eine Teilrevision des Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetzes (BZG) in Kraft. Die sogenannte Vorlage B umfasst Bestimmungen zum Koordinierten Sanitätsdienst, dem Koordinierten Verkehr und den kantonalen Notfalltreffpunkten sowie allgemeine Bestimmungen zum Zivilschutz. Die Massnahme zur Verbesserung der Zivilschutzbestände umfasst die erneute Anhebung des Endes der Schutzdienstpflicht auf das 40. Altersjahr. Die Inkraftsetzung hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 12. November 2025 beschlossen.
Teilnahme am Katastrophenschutzverfahren der EU: Umsetzung zu späterem Zeitpunkt
Mit der Teilnahme am Katastrophenschutzverfahren der EU könnte die Schweiz in einem Katastrophenfall oder einer Notlage von den operativen Mitteln und Einsatzkräften profitieren, Zugang zu Forschungsausschreibungen erhalten und an Übungen teilnehmen. Da zurzeit die rechtlichen Grundlagen für eine Teilnahme der Schweiz in der EU fehlen, hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 12. November 2025 beschlossen, mit weiteren Bemühungen bezüglich einer Teilnahme zuzuwarten, bis die massgebliche Verordnung der EU angepasst wurde. Die Umsetzung der entsprechenden Motion wird ebenfalls auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Mehr Schutz für Kulturgüter
Angesichts der zunehmenden Bedrohungen durch bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen und andere Notlagen werden die bestehenden Konzepte des Kulturgüterschutzes überprüft und gezielt weiterentwickelt. Ziel ist, die kulturelle Identität der Schweiz auch in Krisensituationen zu wahren. Geprüft werden unter anderem die Evakuierung und Sicherung beweglicher Kulturgüter über grössere Distanzen. Der Bundesrat wurde in seiner Sitzung vom 5. November 2025 über den Stand der Arbeiten zur Umsetzung des Postulats 23.3741 «Mehr Schutz von Kulturgütern in der Schweiz» informiert.
Verbesserung der Zivilschutzbestände: Bundesrat eröffnet Vernehmlassung für Ausführungsbestimmungen
Zur Verbesserung der Bestände im Zivilschutz hat das Parlament am 21. März 2025 die Teilrevision des Bundesgesetzes über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz (BZG) verabschiedet. Die Umsetzung dieser Revision erfordert eine Anpassung mehrerer Verordnungen. Diese Änderungen sind grösstenteils organisatorischer sowie administrativer Natur und betreffen in erster Linie die Kantone. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. November 2025 die Vernehmlassung eröffnet.
Sicherheit der Bevölkerung verbessern: Bundesrat will Lücken bei der Planung von grossräumigen Evakuierungen schliessen
Notfalltreffpunkte und die Koordination des Verkehrs haben sich als zentrale Instrumente zur Evakuierung der Bevölkerung im Ereignisfall oder in einer Krise erwiesen. In der Planung grossräumiger Evakuierungen zeigen sich jedoch noch Lücken, beispielsweise bei der Evakuierung von besonderen Einrichtungen wie Spitäler. Dies geht aus einem Bericht hervor, den der Bundesrat an seiner Sitzung vom 5. November 2025 in Erfüllung des Postulats 23.3740 Riniker gutgeheissen hat. Der Bundesrat will die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten und deshalb die Grundlagen verbessern sowie weiterentwickeln.
Atomare, biologische und chemische Gefährdungen: Austausch zum Thema Dekontamination von Personen unter Fachleuten von Bund und Kantonen
Kommen bei einem Unfall einzelne Personen oder ganze Personengruppen in Kontakt mit radioaktiven oder problematischen chemischen Stoffen, gilt es, die auf Kleider und Haut abgelagerten Stoffe möglichst rasch und sachgerecht zu entfernen, um weiteren Schaden zu verhindern. Über 170 Fachleute für atomare, biologische und chemische Bedrohungen der Kantone und des Bundes haben an der vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) organisierten, jährlichen Fachkonferenz ABC-Schutz Schweiz in Bern teilgenommen und sich zu den Herausforderungen der Dekontamination von Personen ausgetauscht.
Noch ein Jahr bis zur operativen Inbetriebnahme des neuen Informations- und Einsatzsystems (IES NG) bei sanitätsdienstlichen Ereignissen
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) startet mit dem Digitalisierungsprojekt IES NG in das finale Jahr vor dem geplanten Systemwechsel. Die Plattform wird Führungs- und Einsatzkräften eine optimale Nachverfolgung von Patientinnen, Patienten und beteiligten Personen bei sanitätsdienstlichen Ereignissen wie Unfällen, Grossereignissen und Katastrophen bieten. Eine Testversion auf aktuellem Entwicklungsstand steht – im Web wie auch als App – bereit und wird schrittweise eingeführt.
Verletzte Kinder werden für medizinische Behandlungen aus dem Gazastreifen evakuiert
Im Rahmen einer humanitären Operation evakuiert die Schweiz eine erste Gruppe von sieben verletzten Kindern aus dem Gazastreifen in die Schweiz. Diese Kinder und ihre Begleitpersonen werden von sieben verschiedenen Kantonen aufgenommen und in den dortigen Universitäts- und Kantonsspitälern medizinisch behandelt. Sie durchlaufen ein Asylverfahren in der Schweiz. Die humanitäre Operation wurde von mehreren Bundesstellen und Kantonen gemeinsam vorbereitet und wird in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Médecins Sans Frontières (MSF) und der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega durchgeführt.
Feier zum Jubiläum 100 Jahre Labor Spiez
Das Labor Spiez feierte heute sein 100-Jahr-Jubiläum. Der Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister empfing dazu im Bernerhof zahlreiche in- und ausländische Gäste. Als Hauptredner würdigten der Staatssekretär EDA, Alexandre Fasel, und der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Mariano Grossi, die Leistungen des Labors Spiez auf nationaler und internationaler Ebene.
IAEA bekräftigt Partnerschaft mit Labor Spiez
Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Mariano Grossi, überreichte am 23. Oktober 2025 dem Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister, im Rahmen einer Zeremonie in Bern die Plakette zur Redesignierung des Labors Spiez als Collaborating Centre (CC) der IAEA. Mit der Redesignierung bestätigt die IAEA die bestehende Partnerschaft und verlängert die Anerkennung des Labors als Vertrauenslabor um weitere vier Jahre.
Der Bundesrat stellt den Werterhalt der Schutzbauinfrastruktur sicher
Angesichts der veränderten globalen Sicherheitslage sind Schutzbauten von grosser Bedeutung. Der Bundesrat will darum die bestehende Schutzbauinfrastruktur erhalten und hat dazu an seiner Sitzung vom 22. Oktober 2025 die entsprechenden Änderungen in der Zivilschutzverordnung (ZSV) im Bereich Schutzbauten gutgeheissen. Kernpunkte sind der Ersatz von Schutzbaukomponenten am Ende der Lebensdauer, die Anpassung der Schutzraumbaupflicht sowie die Erhöhung der Ersatzbeiträge. Mit den Massnahmen soll sichergestellt werden, dass der Grundsatz «ein Schutzplatz pro Einwohner oder Einwohnerin» weiterhin gewährleistet werden kann. Zudem wurde der Bundesrat über die Dachstrategie Schutzbauten informiert. Die Dachstrategie sieht vor, auch einen Schutz für Personen aufzubauen, die sich nicht am Wohnort aufhalten.
Der Staatssekretär für Sicherheitspolitik trifft sich mit dem Permanent Secretary (Defence) von Singapur
Markus Mäder, Staatssekretär für Sicherheitspolitik, empfängt Chan Heng Kee, Permanent Secretary (Defence) von Singapur, am 21. Oktober 2025 in Bern. Sie tauschen sich über aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen und Herausforderungen aus und besuchen die nationale Alarmzentrale.
Bundesrat modernisiert Alarmierung der Bevölkerung – Vernehmlassung der Multikanalstrategie
Der Bundesrat will die Bevölkerung bei Ereignisfällen mit modernen Kanälen informieren, warnen und alarmieren. Geplant sind im Sinne einer Multikanalstrategie die Einführung der Handyalarmierung («Cell Broadcast»), die Übertragung der Sirenenverantwortung an die Kantone sowie der Rückbau der UKW-basierten Notfallradiosender. Dazu hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 15. Oktober 2025 die Vernehmlassung für Änderungen des Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetzes eröffnet. Die Vernehmlassung dauert bis am 2. Februar 2026.
Der Zivilschutz wird mittels App digitaler und moderner
Im Rahmen des Projektes Digitalisierung Zivilschutz (DIZIS) hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) den Dienstmanager (DIM) vorgestellt. Ab Sommer 2026 soll die Plattform als Mobilapplikation das physische Dienstbüchlein ersetzen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Modernisierung und Zukunftsfähigkeit des Zivilschutzes leisten. Über den DIM können ab Mitte des kommenden Jahres Daten zum Zivilschutzdienst eingesehen werden.
Schweiz plant Aufnahme verletzter Kinder aus dem Gazastreifen
Im Rahmen einer humanitären Aktion planen Bund und einige Kantone die Aufnahme von etwa 20 verletzten Kindern aus dem Gazastreifen. In der Schweiz sollen die Kinder in geeigneten Spitälern medizinisch betreut werden, die Abklärungen dazu sind im Gang. Nach einer ersten Information am 11. August 2025 hat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) den Bundesrat am 26. September 2025 erneut über den aktuellen Stand der geplanten Operation informiert. Wann die Evakuierungen durchgeführt werden können, ist aufgrund der Lage vor Ort unklar.
Die Bevölkerungsschutz-Organisationen verbessern ihr Dispositiv für die Vorbereitung auf bewaffnete Konflikte
Die kantonalen Amtschefinnen und Amtschefs für Bevölkerungs- und Zivilschutz und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) haben sich am 10. und 11. September in Schwarzenburg (BE) zur zweiten Konferenz des Jahres 2025 getroffen. Das Dispositiv für den Fall eines bewaffneten Konflikts stand erneut im Fokus, dieses Mal unter dem Gesichtspunkt der zivilen und militärischen Zusammenarbeit. Die Teilnehmenden stellten zudem die Weichen für eine neue Strategie Bevölkerungsschutz und tauschten sich über den Stand der laufenden Arbeiten aus.
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