Nationaler Verbund Katastrophenmedizin KATAMED (ehemals Koordinierter Sanitätsdienst KSD)

Die Aufgaben des Koordinierten Sanitätsdienst KSD wurden 2023 von der Gruppe Verteidigung ins Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS übertragen und in den Geschäftsbereich Nationale Alarmzentrale und Ereignisbewältigung NEOC integriert. Nach Übernahme wurde zusammen mit den Partnerorganisationen, -institutionen und den Kantonen an einer Neuausrichtung gearbeitet. An seiner Sitzung vom 20. August 2025 hat der Bundesrat vom Bericht «Neuausrichtung des Koordinierten Sanitätsdienst KSD – Nationaler Verbund Katastrophenmedizin KATAMED» Kenntnis genommen und Weiterarbeiten zur Neuausrichtung beauftragt.
Im Rahmen dessen wurde eine Umbenennung des KSD zu Nationaler Verbund Katastrophenmedizin KATAMED beschlossen. Im BABS wurde der Fachbereich Partnerverbund zum Fachbereich Katastrophenmedizin KATAMED umbenannt. Mit der Neuausrichtung und Umbenennung des KSD in KATAMED, den Nationalen Verbund Katastrophenmedizin, sollen die Partner des Gesundheitswesens der Schweiz gemeinsam besser auf Ausnahmesituationen vorbereitet werden. Gemäss der Vision «Gemeinsam. Stärker. Helfen.» sollen die Aufgaben im KATAMED-Verbund erfüllt werden. Dem BABS kommt die Rolle eines Katalysators und Wegbereiters zu. Das Gesundheitswesen bleibt in allen Lagen in der Hoheit der Kantone. Der Aufgabenbereich dieses Verbundes umfasst die Bewältigung von Ausnahmesituationen im Gesundheitswesen. Dazu zählen Grossereignisse, Katastrophen, Notlagen und bewaffnete Konflikte, die mehrere Kantone, die ganze Schweiz oder das grenznahe Ausland betreffen, Ausnahmesituationen, die eine grosse Anzahl von Patienten und Patientinnen zur Folge haben oder die besonders schwerwiegende gesundheitliche Folgen verursachen.
Am 1.5.2025 wurde die überarbeitete Verordnung über die Koordination im Sanitätsdienst vom Bundesrat verabschiedet. Sie bildet die Grundlage für die weiteren Arbeiten zur Neuausrichtung. Die bisher geleisteten Arbeiten in Form des Berichts «Neuausrichtung des Koordinierten Sanitätsdienst KSD – Nationaler Verbund Katastrophenmedizin KATAMED» stellen die Basis dar für die Umsetzung mit einem Nationalen Aktionsplan KATAMED, welcher durch den Bundesrat beauftragt wurde. Dieser Aktionsplan soll die Ausarbeitung konkreter Massnahmen, die Bezifferung der benötigten personellen und finanziellen Ressourcen sowie die Klärung der Finanzierung und Umsetzungsverantwortung zwischen Bund, Kantonen und Dritten enthalten. Ein Entwurf mit vorgeschlagenen Massnahmen wurden zusammen mit dem Begleitgremium erarbeitet und ist den bereits identifizierten prioritären Handlungsfeldern zugeordnet: Bildung, Führung und Training, Ereignis und Notfallkonzepte und Mittel zur Bewältigung (Personal, Logistik, Strategische Patientenverteilung und Infrastruktur). Die Umsetzung muss gemeinsam mit Kantonen, Partnern und Bund erfolgen. Um den definitiven Nationalen Aktionsplan KATAMED zu beschliessen, werden die Gremien des Sicherheitsverbund Schweiz SVS mit einer Erweiterung um das Eidgenössische Departement des Innern EDI mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG und das Präsidium und das Generalsekretariat der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren GDK zur Steuerung und Aufsicht genutzt.
Der Nationale Aktionsplan KATAMED soll bis Ende 2026 vorliegen. Details zu den Arbeiten sind im Bericht «Neuausrichtung des Koordinierten Sanitätsdienst KSD – Nationaler Verbund Katastrophenmedizin KATAMED» zu finden:
ABC-Dekontamination von Personen
Das Konzept basiert auf den im Rahmen des Projektes «Nationaler ABC-Schutz» erarbeiteten Szenarien, welches unter der Leitung der Eidg. Kommission für ABC-Schutz (KomABC) im Auftrag der Departementsleitung VBS realisiert wurde. Es ist parallel und in Abstimmung mit dem nationalen Projekt durch eine breit abgestützte Arbeitsgruppe, zusammengesetzt aus Fachexperten und Verantwortlichen von Bund und Kantonen (KSD-Partner) sowie Dritten, erstellt worden.
Ausbildung KATAMED
Die Krisen- und Katastrophenmedizin erfordert besondere Herangehensweisen, die sich von denjenigen bei konventionellen medizinischen Leistungen unterscheiden. Eine adäquate Ausbildung des medizinischen Fachpersonals ist daher von entscheidender Bedeutung.
IES-KSD und Einsatzsysteme Sanität
Das Informations- und Einsatz-System KATAMED (IES-KATAMED) ist eine webbasierte Informatikplattform, welche die Prozesse der Führungs- und Einsatzorganisationen zur Vorbereitung und Durchführung sowie in besonderen und ausserordentlichen Lagen unterstützt.
Projekt Informations- und Einsatzsystem New Generation (IES NG)
Seien Sie am dabei, wenn sich das Projekt Informations- und Einsatzsystem ein Jahr vor dessen operativer Inbetriebnahme online vorstellt.
Psychologische Nothilfe
Das NNPN koordiniert die psychologische Nothilfe für die Organisationen des Bundes und die Partner des KSD.