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Veröffentlicht am 9. Juni 2026

Projekt Informations- und Einsatzsystem New Generation (IES NG)

Hintergrund und Ziele des Projektes

Vision

Das IES NG ermöglicht Führungs- und Einsatzkräften eine optimale Patienten- und Personenverfolgung bei sanitätsdienstlichen Ereignissen wie Unfällen, Grossereignissen und Katastrophen. Dank aktuellen sanitätsdienstlichen Lageübersichten, der Zuweisung von Patientinnen und Patienten an Spitäler sowie dem Informationsaustausch zwischen Blaulichtorganisationen und den Führungs- und Einsatzkräften von Kantonen, Bund und Dritten kann eine Verbesserung der Versorgungsqualität erlangt werden.

Unterstützung in der Ereignisbewältigung

Die Software soll insbesondere bei der Beantwortung folgender Fragen unterstützen:

  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Was ist deren Zustand?
  • Wo sind die Verletzten?
  • Welche Gefahren bestehen auf dem Schadensplatz?
  • Welche Einsatzkräfte stehen zur Verfügung?
  • Welche Einsatzkräfte können in gegebener Frist in den Einsatz gebracht werden?
  • Welche Partnerorganisationen können zur Ereignisbewältigung beigezogen werden?
  • Welche Spitäler können die Patienten optimal versorgen?
  • Welche Spitäler haben verfügbare Kapazitäten zur optimalen Versorgung der Verletzten?

Schneller Informationsfluss und klare Kommunikation sind in einem Ereignisfall von zentraler Bedeutung. IES NG bietet eine effiziente Grundlage für ein vernetztes Informations- und Ressourcenmanagement. Rettungs-, Sicherheits- und Führungsorganisationen, sowie Spitäler können durch den Einsatz der Software eine bestmögliche Koordination zur Versorgung aller Patienten sicherstellen und so die Ereignisbewältigung im sanitätsdienstlichen Bereich in der ganzen Schweiz vereinfachen.

Projekt Roadmap und Transition

  • 06.10.2025 - Schulungssystem steht für «Head of Pool», «Experts» und Pilotorganisationen zur Verfügung
  • 09.02.2026 - Schulungssystem steht für alle Organisationen zur Verfügung (Start Einführung)
  • 29.07.2026 - Produktivsystem steht für alle Organisationen zur Verfügung (Start Migration)
  • 18.05.2027 - IES NG Produktivsystem übernimmt die operative Führung (Start Betrieb)

Einbindung Projektpartner

Mit dem Projekt IES NG werden Funktionalitäten entwickelt, die einen breiten Kreis an Endanwender verschiedener Bereiche tangiert; von Rettungsdiensten, über Kantonspolizeien bis hin zu Spitälern und Kantonalen Führungsstäben. Dabei besteht die Herausforderung ein System zu entwickeln, dass einer Vielzahl von Anforderungen entspricht und obschon die Kantone in der Ereignisbewältigung unterschiedlich organisiert sind, eine schweizweite Koordination erlauben soll. Um ein System so weit wie möglich entlang der Bedürfnisse der Endanwender zu entwickeln, kommt im Projekt IES NG ein innovativer Ansatz zur Involvierung von Vertretern der tangierten Berufsgruppen zum Tragen. Dabei werden (Dach-/Berufs-)Verbände, Fachgesellschaften, Arbeitsgruppen und andere Interessensvertretungen auf der strategischen Ebene eingebunden, wobei zwischen strategischen und fachlichen Projektpartnern unterschieden wird. Strategischen Projektpartnern steht der Einsitz im Projektausschuss sowie die Nominierung von einem Binom von «Head of Pool» zu. Dies sind Vertreter der operativen Ebene, die jedoch durch ihre Nominierung auf eine taktische Ebene angehoben werden. Auf der taktischen Ebene arbeiten die «Head of Pool» eng mit dem Projektteam IES NG zusammen und werden von «Experts» unterstützt. Strategischen wie auch fachlichen Projektpartnern steht es frei solche «Experts» zu nominieren, wobei wenn immer möglich auf bereits bestehende Fachkreise verwiesen wird, deren Einbezug so durch die Projektpartner legitimiert werden. Damit das System bereits vor seiner Einführung schweizweit bekannt ist und die Endanwender sämtlicher Bereiche ebenfalls zur Entwicklung beitragen können, steht diesen die Anmeldung in ihrem berufsspezifischen «Pools» frei. So erhält die operative Ebene die Möglichkeit in Abständen von zwei Monaten an der Online-Veranstaltung «Blick in die digitale Werkstatt» teilzunehmen. Rückmeldungen, die das Projektteam IES NG an diesen Terminen mittels Online-Interaktionen eines schweizweiten «Sounding boards» auf die vorgestellten Inhalte einholen kann, dienen als wertvoller Input für das Projekt. So kann das System über die strategische, die taktische und die operative Ebene, die vielen Anliegen der Endanwender strukturiert erfassen, bewerten und verarbeiten, damit ein System entstehen kann, dass so weit wie möglich den Bedürfnissen der zukünftigen User entspricht.

Kontakt

Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS
Guisanplatz 1B
CH - 3003 Bern