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Bundesrat Berset eröffnet die Weltgesundheitsversammlung der WHO

Bern, 24.05.2021 – Bundesrat Alain Berset hat in Genf die 74. Weltgesundheitsversammlung (WHA) eröffnet. In seiner Rede würdigte Alain Berset die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und appellierte an die Mitgliedstaaten, nachhaltig in eine globale Gesundheitsschutz-Architektur zu investieren. Am Rande der Weltgesundheitsversammlung unterzeichnete Bundesrat Berset gemeinsam mit WHO Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus ein Kooperationsabkommen im Rahmen der WHO BioHub Initiative.

Die Werte des Multilateralismus, der Solidarität und der internationalen Zusammenarbeit sind auschlaggebend, um die COVID-19-Pandemie wirksam zu bekämpfen. Ein universeller und koordinierter Ansatz beim Gesundheitsschutz sei unverzichtbar, denn kein Land sei in der Lage, eine solche Krise allein zu meistern. Mit diesen Worten hat Bundesrat Alain Berset die 74. Weltgesundheitsversammlung eröffnet. Er dankte der WHO für ihr anhaltendes Engagement. Gleichzeitig forderte er, die führende Rolle der Organisation bei der Vorbereitung und der Bekämpfung von Gesundheitskrisen wie Pandemien zu stärken. Er sicherte der WHO auch für die Zeit nach der Krise das Engagement der Schweiz bei der Umsetzung von internationalen Empfehlungen zu.

Die Schweiz fördert einen weltweit gerechten Zugang zu Impfstoffen, Tests und Medikamenten, um die Covid-19 Pandemie nachhaltig zu bekämpfen. Diesbezüglich beteiligt sie sich aktiv an der COVAX Initiative für eine gerechte Verteilung von Covid-19 Impfstoffen und unterstützt unter anderen die Initiative «Access to Covid-19 Tools Accelerator».

Kooperationsabkommen unterzeichnet

Für die Schweiz ist der zeitnahe und transparente Austausch von epidemiologischen und klinischen Daten während einer Pandemie von grosser Bedeutung. Bundesrat Berset unterzeichnete am Rande der Weltgesundheitsversammlung gemeinsam mit WHO Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus ein Kooperationsabkommen zur Zusammenarbeit im Rahmen der WHO BioHub Initiative. Mit diesem Abkommen stellt die Schweiz der WHO das biologische Sicherheitslabor Spiez des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) als Repositorium für SARS-CoV-2 Viren oder andere Pathogene mit Epidemie- oder Pandemiepotential zur Verfügung. Damit unterstützt die Schweiz ein internationales System für den freiwilligen Austausch von neuartigen Pathogenen zu errichten.

Die Weltgesundheitsversammlung ist das oberste Entscheidungsorgan der WHO. Jedes Jahr im Mai treffen sich die Delegierten der WHO-Mitgliedstaaten in Genf, um über die thematische, finanzielle und organisatorische Ausrichtung zu befinden und die zukünftigen Programme zu prüfen und festzulegen. Die Versammlung dauert noch bis zum 1. Juni 2021. Sie wird aufgrund der Covid-19 Pandemie auch dieses Jahr virtuell durchgeführt.

Adresse für Rückfragen

Bundesamt für Gesundheit, Kommunikation
media@bag.admin.ch

Auskünfte zum Labor Spiez:
Andreas Bucher, Kommunikation BABS,
Tel. +41 58 468 15 98

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