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Coronavirus: das BABS im Einsatz

Die Einsatzelemente Nationale Alarmzentrale, Geschäftsstelle Bundesstab Bevölkerungsschutz und Labor Spiez erbringen wichtige Leistungen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise.

Neues-Coronavirus

Zuhause und vor Ort

„Wir bleiben für euch hier. Bitte bleibt für uns zu Hause!“ Mit diesen Worten appelliert das Gesundheitspersonal an die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben, um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen. Das BABS folgt dieser Aufforderung. Die meisten Mitarbeitenden arbeiten nach Möglichkeit via Home-Office, allerdings bringen mehrere Einsatzelemente des BABS Leistungen, die sich nur vor Ort erledigen lassen: die Nationale Alarmzentrale, die Geschäftsstelle Bundesstab Bevölkerungsschutz und das Labor Spiez.

News


Bundesstab Bevölkerungsschutz

Geschäftsstelle Bundesstab im BABS

Seit der Aktivierung des Bundesstabes Bevölkerungsschutz (BSTB) treffen sich dessen Mitglieder wöchentlich auf Direktorenstufe. Diese Treffen werden von der Geschäftsstelle Bundesstab im BABS vorbereitet und organisiert. Der BSTB hat mehrere Handlungsfelder definiert, die laufend bearbeitet werden. Dazu gehören arbeitsrechtliche Aspekte der Corona-Krise, der Schutz des Bundespersonals, das Lagebild und die Lageverbreitung sowie die Kommunikation. Der Vorsitz liegt beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Die Arbeiten der Geschäftsstelle werden von BABS-Mitarbeitenden des Eidgenössischen Ausbildungszentrums (EAZS) unterstützt.

Nationale Alarmzentrale (NAZ)

Einsatz- und Supportelement

Die NAZ bereitet die Lage auf und bewirtschaftet diese in der Elektronischen Lagedarstellung. Seit Einsatzbeginn des Bundesstabes Bevölkerungsschutz (BSTB) nimmt die NAZ zudem ihre Aufgabe als Einsatz- und Supportelement dieses Stabes wahr. Im Auftrag des Koordinierten Sanitätsdienstes (KSD) und unter der Leitung der NAZ werden im Ressourcenmanagement Bund (ResMaB) die Ressourcen (Angebote und Begehren) auf Stufe Bund koordiniert. Alle Begehren für die Zuweisung von Material werden von den Kantonen gesammelt, beurteilt und der NAZ weitergeleitet. Diese Begehren werden von der NAZ aufbereitet und – unter Beteiligung BAG, KSD, Armeeapotheke, BABS und Kommando Operationen (Armee) – bearbeitet und entschieden.

Labor Spiez

Bearbeitung von Verdachtsproben und Prüfungsanfragen

Das Labor Spiez, das eidgenössische Institut für ABC-Schutz, hat seine Messkapazitäten für die Analyse von Verdachtsproben ausgeweitet und bearbeitet Prüfungsanfragen von Kliniken und Blaulichtorganisationen für Schutzmasken und andere Schutzmaterialien. Das Labor prüft zudem abgelaufene Chargen von Schutzmasken und gibt diese nach Möglichkeit frei zur weiteren Verwendung durch das Gesundheitswesen. Es führt auch die Teillage Labor Schweiz und funktioniert als Clearingstelle, um die Bedürfnisse des Gesundheitswesens mit freien Kapazitäten und Ressourcen aus Wissenschaft, Lehre und Industrie zu koordinieren.

Zivilschutz

Erarbeitung von Grundlagen zum Zivilschutzeinsatz

Zur Bewältigung der Corona-Krise in der Schweiz hat der Bundesrat am 20. März 2020 ein Aufgebot von Schutzdienstpflichtigen beschlossen. Der Geschäftsbereich Zivilschutz des BABS hat die Grundlagen für den Bundesratsantrag erstellt und diesen vorbereitet. Zudem klärt er laufend verschiedenste Fragen rund um den Zivilschutzeinsatz ab und bereitet entsprechende Grundlagen und Informationen auf.

Alertswiss

Alarmierungs- und Informationskanal

Auf der vom BABS betriebenen, nationalen Alarmierungs-App Alertswiss erhält die Bevölkerung Informationen und Verhaltensanweisungen zur Corona-Krise direkt von den kantonalen Gesundheitsämtern oder vom Bund. Parallel zu den Meldungen in der App werden die Informationen auch auf der Alertswiss-Webseite publiziert. Über diese Kanäle kann die Bevölkerung rasch und zielgenau informiert werden. Die App ist ein wichtiges zusätzliches Kommunikationsinstrument für die Behörden, neben den Kampagnen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), den traditionellen Medien, Social Media und Pressekonferenzen.

Risikogrundlagen

Schutz kritischer Infrastrukturen

Der Fachbereich Risikogrundlagen und Forschungskoordination unterstützt im Bereich Schutz kritischer Infrastrukturen (SKI) Firmen und Organisationen dabei, die Verfügbarkeit von wichtigen Gütern und Dienstleistungen sicherzustellen. Hauptsächlich geht es darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Mobilität von Schlüsselpersonal im Inland und diejenige von Grenzgängerinnen und Grenzgängern erhalten bleibt. Der Fachbereich verfolgt die Lage basierend auf den Erkenntnissen des Risikoberichts 2015, der das Pandemieszenario als zweitgrösstes Risiko ausweist, und versucht, Handlungsfelder zugunsten des Bundesstabes Bevölkerungsschutz (BST B) zu entwickeln.