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COVID-19: Statusbericht über den Zivilschutzeinsatz

22.12.2020 | Kommunikation BABS

Christoph Flury, Vizedirektor BABS

Sehr geehrte Damen und Herren

Zum zweiten Mal in diesem Jahr steht der Zivilschutz in einem Grosseinsatz: Seit Oktober engagieren sich wieder einige Tausend Zivilschutzangehörige bei der Bewältigung der zweiten Welle der Corona-Pandemie. Am 18. November 2020 hat der Bundesrat ein zweites nationales Aufgebot beschlossen, das bis zum 31. März 2021 gilt.

Jede Woche stehen zwischen 1500 und 2000 Zivilschutzangehörige in allen Landesteilen im Einsatz. In der letzten Woche wurden beispielsweise gegen 11'000 Diensttage geleistet. Diese Woche sind rund 1400 Zivilschutzangehörige engagiert. Der Einsatz wird auch über die Festtage weitergeführt.

Das Grossaufgebot des Zivilschutzes bedeutet für manche Unternehmen und Betriebe eine zusätzliche Belastung. Mitarbeitende werden teils kurzfristig aus den Arbeitsprozessen gelöst und fehlen am Arbeitsplatz.

Als Einsatzmittel der Kantone ist der Zivilschutz ein unverzichtbares Instrument zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Zivilschutzangehörige erhalten nur dann ein Aufgebot, wenn sie für dringende Unterstützungseinsätze benötigt werden.

Die aufbietenden Stellen versuchen soweit möglich Rücksicht auf die Bedürfnisse der Dienstpflichtigen und der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu nehmen.

Der Zivilschutz wird nur subsidiär eingesetzt, d. h. er kommt erst dann zum Einsatz, wenn die betroffenen Institutionen und Behörden ihre Aufgaben nicht mehr selber bewältigen können. Oder wenn ein Unterstützungseinsatz dringend erfolgen muss. Der Bedarf und die Notwendigkeit sind zu belegen.

Wie in der ersten Welle werden die Schutzdienstpflichtigen insbesondere im Gesundheitswesen benötigt. Vor allem Alters- und Pflegeheime haben in den letzten Wochen Unterstützungsbegehren gestellt. Zivilschutzangehörige übernehmen vielfältige Betreuungsaufgaben: Sie leisten leichte Grundpflegeaufgaben und Routinearbeiten und entlasten so das stark beanspruchte Pflegepersonal.

Auch logistische Dienste gehören zu den Aufgaben der Zivilschutzangehörigen, so transportieren sie pflegebedürftige Personen oder medizinisches Material.

Der Zivilschutz hat Corona-Testzentren und Notspitäler aufgebaut und unterstützt deren Betrieb.

Auch im nächsten Jahr wird der Zivilschutz stark beansprucht und gefordert sein. So wird er in vielen Kantonen beim Aufbau und Betrieb von Impfzentren und zur Unterstützung von mobilen Impfequipen eingesetzt werden.

Viele dieser Einsätze erfordern von unseren Zivilschutzangehörigen Durchhaltevermögen, Fingerspitzengefühl und persönliches Engagement! Manche Einsätze und Situationen können belastend sein.

All die Tausenden von Zivilschutzangehörigen in allen Landesteilen verdienen für ihren bisherigen und künftigen Einsatz hohe Anerkennung.

 

Herzlichen Dank!
Un grand merci!
Grazie di cuore!
Grazia fitg!

 

 

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