Bevölkerungsschutz: Ergebnisreicher Austausch mit hochrangiger italienischer Delegation
Bern, 19.06.2025 — Am Donnerstag, 19. Juni 2025 trafen sich eine italienische und eine Schweizer Delegation aus dem Bereich des Bevölkerungsschutzes in Bern. Sie unterhielten sich über aktuelle Herausforderungen, wobei die bestehenden Schutzbauten in der Schweiz wie beispielsweise Schutzräume sowie Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit im Bereich des koordinierten Sanitätsdienstes im Mittelpunkt standen.
Die italienische Delegation wurde vom Leiter des italienischen Zivilschutzes, Fabio Ciciliano, angeführt. Der Schweizer Delegation stand Michaela Schärer, Direktorin des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS), vor.
Die Teilnehmenden tauschten sich über verschiedene Themen aus, insbesondere über den koordinierten Sanitätsdienst und Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. Bei einem ausserordentlichen Ereignis wie einem Attentat, einem grossen Unfall oder einem Erdbeben mit einem massiven Zustrom von Patientinnen und Patienten muss das öffentliche Gesundheitswesen in der Lage sein, schnell und effizient zu reagieren, die zahlreichen Verletzten oder Kranken zu versorgen und gleichzeitig die Behandlung der bestehenden Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.
Die Schweizer Seite stellte die neue Ausrichtung des koordinierten Sanitätsdienstes – den Katamed-Verbund –, den Stand dessen Umsetzung sowie die derzeit verfügbaren sanitätsdienstlichen Infrastrukturen vor.
Einblick in den Schweizer Zivilschutz
Das Besuchsprogramm umfasste zudem eine Präsentation der Schutzbauten, insbesondere der unterirdischen Schutzräume. Diese Infrastruktur dient dazu, bei Grossereignissen die Sicherheit der Bevölkerung und der Behörden zu gewährleisten und die Einsatzfähigkeit der Einsatzkräfte zu erhalten.
Auch der Geschäftsbereich Nationale Alarmzentrale und Ereignisbewältigung (NEOC) und seine verschiedenen Aufgaben waren Gegenstand einer Präsentation.
Austausch über Blatten
Beim Austausch zwischen den beiden Delegationen wurden überdies die aktuellen Ereignisse thematisiert: die Katastrophe von Blatten im Lötschental sowie die vulkanischen und seismischen Aktivitäten in den Phlegräischen Feldern in Italien.
Ein bilateraler Austausch hatte bereits 2024 in Italien stattgefunden. Das diesjährige Treffen knüpfte daran an. Das Ziel ist eine Vertiefung und Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich des Bevölkerungsschutzes.