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Corona-Ausbruch im Pflegeheim: Zivilschutzeinsatz unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen

In einem Pflegeheim in Olten im Kanton Solothurn kam es anfangs Dezember zu einem grösseren Corona-Ausbruch. Das Personal musste durch den Zivilschutz verstärkt werden. Der anspruchsvolle Einsatz stellte auch hohe Anforderungen an den Eigenschutz für die Zivilschutzangehörigen.

15.01.2021 | Kommunikation BABS

Zivilschützer im Betreuungseinsatz (Symbolbild)

Als in einem Pflegeheim in Olten anfangs Dezember die Corona-Fallzahlen rasch anstiegen und auch ein Teil des Betreuungs-Personals ausfiel, stellte die Heimleitung ein Gesuch um Unterstützung an die Behörden. Der Zivilschutz unterstützt die Behörden und Institutionen in der 2. Welle der Corona-Pandemie, wenn die anderen Mittel ausgeschöpft sind und Alternativen fehlen. Entsprechend prüfte das kantonale Amt für soziale Sicherheit zuerst, ob ausgebildetes Personal von anderen Einrichtungen via Regionale Arbeitsvermittlung oder aus einem neu geschaffenen Personalpool des Kantons innerhalb der geforderten kurzen Frist verfügbar wäre. Nachdem dies nicht der Fall war, wurde der Zivilschutzeinsatz genehmigt. 13 Spezialisten für Betreuung der Zivilschutzorganisation Olten mussten übers Wochenende kontaktiert und aufgeboten werden, um vom 7. bis 11. Dezember das Heimpersonal bei der Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner kurzfristig zu entlasten.

Schutzkleidung, Brille, Handschuhe, Maske

Der Schutz der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner, des Pflegepersonals und der eingesetzten Zivilschutzangehörigen war dabei zentral. Der Einsatz begann darum mit einer einsatzbezogenen Ausbildung und einem Corona-Schnelltest. Die Zivilschutzangehörigen arbeiteten durchgehend in Schutzkleidung, trugen Handschuhe, Schutzbrille und Schutzmaske.

Der Heimeinsatz unter diesen anspruchsvollen Bedingungen war ein Novum für den Zivilschutz im Kanton Solothurn, der in der 1. Welle vor allem in Spitälern für die Triage, Zutrittskontrolle und Unterstützung des Spitalpersonals eingesetzt wurde. Dieser Einsatz zeigte einmal mehr, dass der Zivilschutz ein unverzichtbares Element ist, um öffentliche Einrichtungen in Extremsituationen schnell und wirkungsvoll zu unterstützen.