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MitteilungVeröffentlicht am 25. Juni 2026

Erdbeben: Risiken kennen, Vorsorge stärken

Die schweren Erdbeben in Venezuela zeigen erneut, welche gravierenden Folgen starke Erdstösse für die Bevölkerung, Gebäude, Infrastrukturen und die Versorgung haben können. Auch wenn solche Ereignisse in der Schweiz seltener sind als in anderen Weltregionen, gehören Erdbeben zu den Naturgefahren mit dem höchsten Schadenspotenzial.

Symbolbild

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) befasst sich im Rahmen der nationalen Risikoanalyse «Katastrophen und Notlagen Schweiz» mit den möglichen Auswirkungen eines schweren Erdbebens auf die Schweiz.

Erdbeben lassen sich nicht zuverlässig vorhersagen. Umso wichtiger sind Risikoanalyse, Vorsorge, robuste Infrastrukturen, eine gute Vorbereitung der Einsatzorganisationen und eine klare Information der Bevölkerung. Das BABS arbeitet dazu mit den zuständigen Stellen von Bund, Kantonen, Wissenschaft und weiteren Partnern des Bevölkerungsschutzes zusammen. Das Gefährdungsdossier Erdbeben ist mit der Nationalen Vorsorgeplanung Erdbeben des BAFU abgestimmt.

Das Thema Erdbebenresilienz stand auch im Zentrum der Bevölkerungsschutzkonferenz 2025. Dabei wurde aufgezeigt, wie Megatrends wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Big Data, Robotik oder kollaborative Ansätze die Erdbebenvorsorge und -bewältigung in Zukunft unterstützen können. Gleichzeitig bleiben Zusammenarbeit, klare Zuständigkeiten und verständliche Kommunikation entscheidend.

Auch internationale Ereignisse liefern wichtige Erkenntnisse für die Schweiz. Im BABS-Magazin wurde zuletzt das verheerende Erdbeben in Myanmar thematisiert. Es zeigte, wie stark zerstörte Infrastruktur, schwierige Rahmenbedingungen und hoher Unterstützungsbedarf die Rettungs- und Hilfsarbeiten erschweren können.

Die Bevölkerung kann ebenfalls zur eigenen Vorsorge beitragen. Dazu gehören ein persönlicher Notfallplan, ein Vorrat an lebenswichtigen Gütern, eine Hausapotheke, wichtige Dokumente, eine Taschenlampe, ein batteriebetriebenes Radio oder eine Powerbank. Zudem empfiehlt das BABS, die Alertswiss-App zu installieren und sich mit den Verhaltensanweisungen der Behörden vertraut zu machen.