Publikationen zum Thema Schutz kritischer Infrastrukturen

Berichte und Studien über den Schutz Kritischer Infrastrukturen

Der umfassende Ansatz, wie er beim Schutz Kritischer Infrastrukturen (SKI) angewendet wird, ist vergleichsweise neu. Zahlreiche Problemfelder, wie etwa die verschiedenen gegenseitigen Abhängigkeiten im Fall von Störungen, sind noch nicht hinreichend erforscht. Dementsprechend kommt der Grundlagenforschung im SKI-Bereich grosse Bedeutung zu. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS arbeitet zu diesem Zweck eng mit Schweizer Hochschulen und internationalen Forschungsinstituten zusammen. Grundlagenstudien werden aber auch im Rahmen der Arbeitsgruppe Schutz Kritischer Infrastrukturen (AG SKI) erarbeitet. Mit offiziellen Berichten zuhanden des Bundesrates wird zudem über die erzielten Resultate und das weitere Vorgehen im Programm zum Schutz Kritischer Infrastrukturen orientiert.

Am 8. Dezember 2017 hat der Bundesrat die nationale SKI-Strategie 2018-2022 verabschiedet. Sie ersetzt die nationale SKI-Strategie aus dem Jahr 2012. Die erste SKI-Grundstrategie hatte der Bundesrat im 2009 verabschiedet. Zusammen mit der SKI-Grundstrategie war vom Bundesrat auch der zweite SKI-Bericht zustimmend zu Kenntnis genommen worden. Dem ersten SKI-Bericht hatte der Bundesrat am 4. Juli 2007 zugestimmt.

Aufgrund des grossen Kooperationspotenzials im SKI-Programm konzentrieren sich die Forschungsarbeiten vor allem auf Sektor-übergreifende Aspekte, etwa die szenarienbasierte Analyse von Auswirkungen verschiedener Ereignisse in und zwischen den verschiedenen Sektoren. Überdies sind einzelne kritische Sektoren oder Teilsektoren Gegenstand von detaillierten Untersuchungen. Auch spezifische Herausforderungen im SKI-Bereich, etwa die Frage nach Kritikalitäts-, Risiko- oder Vulnerabilitätsanalysen sind Bestandteil der Grundlagenforschung.

  • März 2015: Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS: Leitfaden Schutz Kritischer Infrastrukturen.

    Der Leitfaden beschreibt, wie die Resilienz (Widerstandsfähigkeit) der kritischen Infrastrukturen überprüft und bei Bedarf verbessert werden kann. Er richtet sich an die Betreiber der kritischen Infrastrukturen und die jeweils zuständigen Fachbehörden. Der Leitfaden wurde in Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten aus den Bereichen Risiko-, Krisen- und Kontinuitätsmanagement erarbeitet und anhand mehrerer Praxisbeispiele auf seine Umsetzbarkeit hin getestet. Zudem haben ihn Betreiber, Verbände und kantonale Konferenzen einer fachlichen Konsultation unterzogen.

  • September 2013: GRF Davos: Schutzziele für kritische Infrastrukturen – Würdigung von Kosten-Nutzen-Ansätzen und weiteren Konzepten.

    Beim Schutz kritischer Infrastrukturen ist die Frage nach den Schutzzielen von zentraler Bedeutung. Um die Erarbeitung des Leitfadens Schutz kritischer Infrastrukturen bezüglich dieses Aspekts zu unterstützen, hat das Global Risk Forum Davos (GRF) einen Forschungsbericht zuhanden des BABS erarbeitet. Der Bericht gibt einen Überblick über bestehende Ansätze und ihre Vor- und Nachteile. Zudem gibt er Empfehlungen für das methodische Vorgehen im Hinblick auf die Erarbeitung des Leitfadens Schutz kritischer Infrastrukturen.
    Das BABS hat sich bei der Erarbeitung des Leitfadens Schutz kritischer Infrastrukturen bei Aspekten bezüglich der Risikobewertung bzw. den Schutzzielen auf den vorliegenden Forschungsbericht gestützt. Es wird aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ausschliesslich das im Leitfaden beschriebene Vorgehen massgebend ist.

  • Oktober 2010: Programm zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (Hg.): Methode zur Erstellung des SKI-Inventars

    Mit dem SKI-Inventar werden einzelne kritische Infrastruktur-Objekte, etwa zentrale Knotenpunkte der Energieversorgung, der Kommunikation oder des Verkehrs, erfasst. Die Identifikation der Objekte erfolgt mit Hilfe eines standardisierten Verfahrens und aufgrund einheitlicher Kriterien. Die entsprechende Methode wurde in der Arbeitsgruppe Schutz Kritischer Infrastrukturen erarbeitet und verabschiedet.

  • Juni 2010: Der Schutz kritischer Infrastrukturen: Gegenwart und Zukunft

    Der Bericht wirft einige Schlaglichter auf wichtige Themen, die heute und vermutlich noch vermehrt in der Zukunft die Debatten zum Schutz kritischer Infrastrukturen (SKI) prägen werden. Ausserdem widerspiegelt der Bericht die Inhalte der Referate und Gespräche des Expertendialogs, der am 23. März 2010 an der ETH Zürich stattfand und einen Hauptbestandteil des – in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) durchgeführten – Projekts zu den Zukunftsperspektiven des Schutzes kritischer Infrastrukturen darstellte. Der Schlussbericht fasst die in den drei Projektphasen erarbeiteten Ergebnisse zusammen.

  • Februar 2009: Programm Schutz zum Kritischer Infrastrukturen (Hg.): Schlussbericht Kritikalität der Teilsektoren

    Im Rahmen des Programms zum Schutz Kritischer Infrastrukturen wurde eine Methodik zur Gewichtung der kritischen Teilsektoren erarbeitet und angewendet. Damit konnten die 31 kritischen Teilsektoren anhand ihrer Kritikalität in drei Gruppen eingeteilt werden: Unter anderem wurden acht Teilsektoren identifiziert, die eine sehr grosse Kritikalität aufweisen.
     

  • Oktober 2008: Center for Security Studies (CSS) / ETH Zurich: Focal Report Nr. 1 on Critical Infrastructure Protection

    Im Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS erstellt das Center for Security Studies CSS der ETH Zürich Fokusberichte über den Schutz kritischer Infrastrukturen. Im ersten Bericht werden zum einen verschiedene nationale SKI-Strategien beleuchtet und drei globale Trends identifiziert. Zum andern werden Angriffe auf den Energie-Sektor eingehend diskutiert. Beiden Schwerpunkten sind überdies ausführliche kommentierte Bibliographien angehängt.
     

  • Juni 2008: Laboratory for Safety Analysis (LSA) / ETH Zurich: Comparative Evaluation of Modeling and Simulation Techniques for Interdependent Critical Infrastructures

    Das Laboratorium für Sicherheitsanalytik LSA hat für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS einen wissenschaftlichen Bericht über die Analyse- und Simulationsmöglichkeiten für komplexe und interdependente Infrastruktur-Systeme erstellt. Aufgrund einer Analyse des Forschungsstandes wurden acht verschiedene Methoden identifiziert, die eingehend erläutert und bewertet werden.
     

„Schweiz im Dunkeln“: BABS-Film zeigt Folgen eines Stromausfalls

Juli 2014: Die Stromversorgung stellt die kritische Infrastruktur mit der grössten Bedeutung dar. Ohne Strom geht gar nichts – weder in der Wirtschaft noch im Alltagsleben der Bevölkerung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS hat gemeinsam mit Swissgrid einen Film produziert, der die Bedeutung der Stromversorgung aufzeigt (www.youtube.ch/swisscivilprotection). Das BABS, die zuständigen Bundesstellen und die Kantone führen zusammen mit den Betreibern verschiedene Arbeiten durch, um grossflächige Stromausfälle nach Möglichkeit zu verhindern oder im Ereignisfall das Schadensausmass zu reduzieren. Die wichtigsten Informationen dazu sind in einem Faktenblatt zusammengetragen.


Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS Geschäftsstelle Schutz kritischer Infrastrukturen
Monbijoustrasse 51A
CH-3003 Bern
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