Die Ausbildung im Kulturgüterschutz

Ausbildung Kulturgüterschutz

Personal des Zivilschutzes und der kulturellen Institutionen

Die Ausbildung im Kulturgüterschutz (KGS) richtet sich an das Personal des Zivilschutzes und der kulturellen Institutionen. Das KGS-Personal rekrutiert sich vornehmlich aus Personen, die einen engen persönlichen Bezug zum Kulturgut haben, die beispielsweise beruflich in Museen, Bibliotheken, Archiven oder Restaurierungsateliers tätig sind oder in ihrer Wohngemeinde als Mitglieder von Kulturkommissionen wirken.

Ausbildung gemäss Rechtsgrundlagen

Die KGS-Kurse richten sich nach den Zielen, die im Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz (BZG), im Bundesgesetz über den Schutz von Kulturgütern bei bewaffneten Konflikten, bei Katastrophen und in Notlagen (KGSG) und der dazugehörigen Verordnung (KGSV) festgehalten sind. Die Ausbildung des Kaders des Zivilschutzes, das für den Kulturgüterschutz zuständig ist, sowie der Kulturgüterspezialistinnen und -spezialisten des Zivilschutzes umfasst insbesondere folgende Themen:

  • die Inventarisierung,
  • die Erstellung von Kurzdokumentationen
  • die Evakuierungsplanung,
  • die Einsatzplanung in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und
  • den Einsatz im Fall von Katastrophen.


Die Ausbildung des Personals kultureller Institutionen umfasst insbesondere:

  • die Planung von Schutzmassnahmen und
  • die Unterstützung und Beratung der Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes im Fall von Katastrophen.

Stufengerechte Ausbildung

Bund, Kanton und Gemeinde bilden im Kulturgüterschutz je auf ihrer Stufe aus: Der Bund ist zuständig für die Ausbildung des Lehrpersonals Kulturgüterschutz und der Chefs KGS; zudem führt er Weiterbildungskurse für KGS-Personal und kulturelle Institutionen in den Kantonen durch. Der Kanton bildet die KGS-Spezialisten aus. Die Gemeinde schliesslich beübt das Personal des KGS. In KGS-Kursen wird dieses auf seine spezifische Tätigkeit vorbereitet. Zu den Aufgaben des Personals gehören:

  • die Gemeindebehörden und kulturellen Institutionen über mögliche Schutzmassnahmen für Kulturgüter orientieren,
  • eine Liste der Kulturgüter von lokaler Bedeutung erarbeiten,
  • bewegliches Kulturgut in Listen erfassen und dokumentieren,
  • KGS-Einsatzdokumentationen erstellen,
  • den Bau von Schutzräumen für Kulturgüter veranlassen oder Räumlichkeiten für die sichere Unterbringung der beweglichen Kulturgüter in der Zivilschutzorganisation beurteilen,
  • Feuerwehr, Polizei und andere Partner auf Gefahren für Kulturgüter und auf bedeutende Kulturgüterstandorte aufmerksam machen und sie über geplante KGS-Massnahmen orientieren,
  • Einsatzpläne für die Feuerwehr erarbeiten sowie
  • die Bevölkerung über Sinn und Zweck der KGS-Massnahmen informieren.

Ausbildungsunterlagen des BABS

Wie in der Kulturgüterschutzverordnung vorgesehen, stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS den Kantonen Ausbildungsunterlagen zur Verfügung. Diese Hilfsmittel entstehen in Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Fachleuten und sollen dazu beitragen, im Kulturgüterschutz einen einheitlichen Standard zu erreichen.

KGS-Fachteil in anderen Ausbildungskursen

Darüber hinaus hat der Fachbereich KGS die Aufgabe übernommen, im Rahmen anderer Ausbildungen des BABS für den Kulturgüterschutz zu sensibilisieren. Dies geschieht etwa bei Kursen für Zivilschutz-Kommandanten, bei Weiterbildungskursen der Chefs Lage und bei Weiterbildungskursen der Stäbe der Armee.


Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS Geschäftsbereich Bevölkerungsschutzpolitik
Kulturgüterschutz
Monbijoustrasse 51A
CH-3003 Bern
Tel.
+41 58 462 50 11

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