Leistungsprofil des Zivilschutzes im bewaffneten Konflikt im Fokus
Rund vierzig Zivilschutz-Verantwortliche aus allen Kantonen haben am 20. und 21. April an einer Fachkonferenz im Eidgenössischen Ausbildungszentrum in Schwarzenburg (EAZS) teilgenommen. Schwerpunkt der Veranstaltung war das Leistungsprofil des Zivilschutzes im bewaffneten Konflikt. Darüber hinaus informierte der Geschäftsbereich Zivilschutz und Ausbildung des BABS vor allem über Projekte in den Bereichen Personelles, Ausbildung und Schutzbauten.

Mit Blick auf die Bewältigung von Katastrophen und Notlagen definieren die Kantone das Leistungsprofil ihres Zivilschutzes selbst, dies in Abhängigkeit insbesondere ihrer Gefährdungsanalyse und ihrer Strukturen. Einen gemeinsamen Rahmen bildet das übergeordnete Fähigkeitsprofil. Für den bewaffneten Konflikt hingegen wird auf nationaler Ebene, als eines von 14 Handlungsfeldern im laufenden Grossprojekt «Bevölkerungsschutz im bewaffneten Konflikt», ein Leistungsprofil festgelegt, das für alle Kantone gilt.
An der Fachkonferenz Zivilschutz/Ausbildung im EAZS gelang es, in einem Workshop das von Fachgruppen vorbereitete Leistungsprofil zu diskutieren und zu einem gesamtschweizerischen Konsens der Zivilschutz-Verantwortlichen zu führen, der nun in die Konferenz der Amtschefs (KdA) getragen werden kann. Besprochen wurde, welche Rolle und Aufgaben der Zivilschutz in den Bereichen Führung und Führungsunterstützung, Betreuung und Gesundheitswesen, technische Hilfe (inklusive ABC-Schutz), Kulturgüterschutz sowie Logistik in einem bewaffneten Konflikt zu übernehmen hat. Neben Vertretern des BABS waren alle Kantone mit Verantwortlichen für den Zivilschutz und den Ausbildungsbereich vertreten.
Information und Austausch
Im Zentrum des zweiten Tages der Fachkonferenz standen Projekte und Fragen im Bereich Ausbildung, insbesondere zur Ausbildung der Zivilschutzinstruktorinnen und -instruktoren. Das BABS informierte zudem über Digitalisierungsprojekte des Zivilschutzes sowie über Abläufe im Bereich der Schutzbauten.
Die Fachkonferenz wird zweimal pro Jahr durchgeführt und von Daniel Jordi, Vizedirektor BABS und Chef Geschäftsbereich Zivilschutz und Ausbildung, geleitet. Sie bietet den Zivilschutz-Verantwortlichen auch immer die Gelegenheit zum Austausch zwischen den Kantonen und Landesteilen.