Zum Hauptinhalt springen

MitteilungVeröffentlicht am 22. Juni 2026

Jahresrapport 2026 der kantonalen Kulturgüterschutzverantwortlichen

Am 11. Juni fand in Basel‑Stadt der jährliche Rapport der kantonalen Kulturgüterschutzverantwortlichen statt. Neben Einblicken in die Organisation des Kulturgüterschutzes im gastgebenden Kanton erhielten die kantonalen Vertreterinnen und Vertreter auch Informationen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) über aktuelle Projekte auf Bundesebene.

Am Anlass nahmen insgesamt 46 Personen teil. Unter den Teilnehmenden befanden sich auch Mitglieder der Eidgenössischen Kommission für Kulturgüterschutz (EKKGS) sowie der Kulturgüterschutz‑Einsatzorganisation des Kantons Basel‑Stadt.

Ein Grossteil der Veranstaltung war dem fachlichen Austausch gewidmet. In Referaten, Führungen sowie Workshops wurden aktuelle Themen des Kulturgüterschutzes vertieft behandelt. Im Zentrum standen die Revision des KGS‑Inventars sowie die KGS‑Notfallplanung, welche sowohl in Gruppen als auch im Plenum intensiv diskutiert wurden.

Die anwesenden KGS‑Verantwortlichen haben im Rahmen der Diskussionen verschiedene Ansatzpunkte identifiziert, die – sofern umsetzbar – durch das BABS weiterverfolgt werden sollen.

Revision des KGS‑Inventars

Im Fokus standen der aktuelle Projektstand der Revision sowie die geplanten nächsten Schritte. Die Kantone spielen eine zentrale Rolle, insbesondere bei der Priorisierung der Objekte, deren Beurteilung anhand definierter Kriterien sowie bei der Erstellung der entsprechenden Dokumentationen. Eine enge Einbindung der Kantone ist entscheidend, um ein breit abgestütztes und praxisnahes KGS-Inventar sicherzustellen.

KGS Jahresrapport 2026

KGS‑Notfallplanung

Die Notfallplanung wurde als zentrale präventive Massnahme im Kulturgüterschutz hervorgehoben. Im Zentrum standen die auf der Website des BABS bereitgestellten Vorlagen und Arbeitshilfen zur Erstellung von KGS-Notfallplänen, welche seit Anfang 2026 den kulturellen Institutionen frei zur Verfügung stehen. Diese modular aufgebauten und praxisorientierten Instrumente unterstützen die strukturierte Erarbeitung von Notfallplänen für verschiedene Institutionstypen sowie für mobile und immobile Kulturgüter.

Ergänzend erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Organisation des Kulturgüterschutzes im Kanton Basel‑Stadt. Vorgestellt wurden unter anderem die Fachstelle KGS, ihre aktuellen Projekte sowie die Kulturgüterschutz‑Einsatzorganisation. Zudem wurde die Organisation des Zivilschutzes mit Fokus Kulturgüterschutz erläutert, insbesondere hinsichtlich Ausbildung und Einsatz.

Die rege Beteiligung zeigte einmal mehr, wie zentral der Austausch zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren des Kulturgüterschutzes in der Schweiz ist. Nur so können kantonale Unterschiede berücksichtigt und zugleich gezielt «Best Practices» identifiziert werden. Auf Bundesebene ist die umfassende Kenntnis der kantonalen Vielfalt, der bewährten Methoden und wichtigsten Anliegen eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Wahrnehmung koordinativer Aufgaben. Dabei kann das BABS auf das fundierte Wissen und die Ansichten diverser Fachexpertinnen und Fachexperten aus den Bereichen Zivilschutz, Armee, Denkmalpflege, Kunstgeschichte, Archäologie, Konservierung-Restaurierung und Feuerwehr bauen, um gemeinsam den Kulturgüterschutz weiterzuentwickeln und ihn auf aktuelle Herausforderungen vorzubereiten.

Ein besonderer Dank gilt Dr. Werner Hanak, stellvertretender Leiter der Abteilung Kultur des Kantons Basel‑Stadt, Maj Marcel Hänggi, Ressortleiter Ausbildung & Einsatz / Ausbildungschef / Stv. Abteilungsleiter Militär und Zivilschutz Kanton Basel-Stadt sowie Dr. Anika Kolster‑Sommer, der Kulturgüterschutzverantwortlichen des Kantons Basel‑Stadt, für die zuvorkommende Gastfreundschaft und die wertvolle Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltung.

Ebenso danken wir allen Referentinnen und Referenten für ihre engagierten Beiträge.