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Der Zivilschutz unterstützt das COVID Care Team Graubünden

Mit den sinkenden Fallzahlen und der beginnenden «Containment»-Phase der Pandemiebekämpfung wird das Contact Tracing zu einem wichtigen Instrument, um die Weiterverbreitung des Corona-Virus einzugrenzen. Der Zivilschutz spielt bei der Rückverfolgung von Infektionsketten in Graubünden eine wesentliche Rolle. Aber auch sonst ist der Zivilschutz eine zuverlässige, breit einsetzbare und durchhaltefähige Einsatzorganisation in der Bewältigung der Pandemie.

03.06.2020 | Kommunikation BABS

Angehörige des Zivilschutzes (AdZS) unterstützen das COVID Care Team Graubünden (Bild: Zivilschutz Graubünden).

Personen mit COVID-19-Symptomen werden gemäss den Vorgaben des Bundes getestet. Ist der Test positiv, werden sie isoliert sowie deren Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt. Jede einzelne Neuinfektion wird zurückverfolgt und deren Kontaktpersonen werden ermittelt. Diese Aufgabe wird vom COVID Care Team Graubünden wahrgenommen, welches unter der Leitung des Gesundheitsamts steht und durch Angehörige des Zivilschutzes (AdZS) sowie medizinisches Fachpersonal unterstützt wird.

Zivilschutz kontaktiert täglich COVID-Patienten und deren Kontaktpersonen

Bei erkrankten Personen in Isolation und Kontaktpersonen unter Quarantäne erfolgt eine tägliche telefonische Kontaktaufnahme (ausser an den Wochenenden) durch das COVID Care Team des Gesundheitsamts Graubünden, welches im Zivilschutzausbildungszentrum in Chur stationiert ist, oder die Hausärztinnen und Hausärzte. Den Kontaktpersonen werden dabei Fragen zu ihrem Gesundheitszustand gestellt, um Infektionsfälle möglichst früh zu erkennen. Zudem können Versorgungsbedürfnisse der isolierten und unter Quarantäne stehenden Personen erfasst werden (Beschaffung von Gütern des alltäglichen Bedarfs, Medikamenten etc.).

Die AdZS haben bereits eine Routine für diese Aufgabe entwickelt: Schon zu Beginn der Pandemie, als die Entwicklung der Fallzahlen noch eine Nachverfolgung der Ansteckungswege erlaubte, führten sie die Aufgabe des Contact Tracing aus. Inzwischen stehen zunehmend elektronische Hilfsmittel zur Verfügung. So können sich Patientinnen und Patienten mit einer COVID-19-Infektion und Kontaktpersonen alternativ zur telefonischen Betreuung für eine App-Lösung, die sogenannte «COVID Care App Graubünden», entscheiden. Die App fragt täglich mittels Push-Nachricht die Gesundheitsdaten der betroffenen Personen ab und meldet diese dem Gesundheitsamt Graubünden. Sie stellt eine einfachere und modernere Kommunikation zwischen den betreuenden und den erkrankten Personen sicher.

Voraussichtlich ab Mitte Juni wird dann auch die Proximity-Tracing-App des Bundes zur Verfügung stehen, welche das herkömmlichen Contact Tracing des Gesundheitsamts Graubünden ergänzen wird.

Zuverlässige, breit einsetzbare und durchhaltefähige Einsatzorganisation

In der Bewältigung der Pandemie in Graubünden spielt der Zivilschutz eine wesentliche Rolle. Aktuell wurden in Graubünden rund 8700 Diensttage geleistet. Im Fokus des Einsatzes des Zivilschutzes steht die Unterstützung des Gesundheitswesens, also von Spitälern, Alters- und Pflegeheimen und der Spitex. Im Einsatz waren AdZS zudem bei der zentralen Kommunikationsstelle Coronavirus des Kantons (bisher wurden rund 5000 Anfragen beantwortet), bei der Triage von Anrufen bei der Helpline Graubünden für psychologische Erste Hilfe, und bei der Hotline für Grenzgänger aus Italien, sie unterstützen zudem das Grenzwachkorps, die Logistik sowie das COVID Care Team Graubünden.