Gemeinsam besser vorbereitet für den Ernstfall
Wie lassen sich knappe Ressourcen in einer Krise schnell dorthin bringen, wo sie am dringendsten gebraucht werden? Und was können wir aus realen Ereignissen für künftige Einsätze lernen? Diese Fragen standen im Zentrum der Fachtagung Ressourcenmanagement Bund (ResMaB) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS.

Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, verschiedener Bundesämter, der Schweizer Armee, des Schweizerischen Roten Kreuzes, der ETH Zürich sowie weiterer Partner kamen zur vom BABS organisierten Tagung, um Erfahrungen auszutauschen, aktuelle Arbeiten vorzustellen und die Zusammenarbeit im Ereignisfall weiterzuentwickeln.
Ein besonderer Dank gilt den Referierenden, die mit ihren Erfahrungen und Perspektiven wesentlich zum Austausch beigetragen haben: Fredy-Michel Roten (KWRO Wallis), Dominik Siebel-Achenbach (BBK), Ruedi von Känel (ResMaB), Tenzin Lamdark (KATAMED), Mariana Bayer (ResMaB), Urs Bächtold (ResMaB) und Yves Steiger (ResMaB).
Ein Schwerpunkt der Tagung lag auf den Erkenntnissen aus realen Einsätzen. Verantwortliche gaben einen vertieften Einblick und zeigten auf, welche Lehren daraus für das Ressourcenmanagement gezogen werden können. Dabei wurde auch deutlich, welchen Beitrag ResMaB bei der Koordination und Vermittlung benötigter Ressourcen leisten kann.
Auch iRES als zentrale Plattform für das Ressourcenmanagement im Bevölkerungsschutz wurde präsentiert. Dabei wurden die Vision und Strategie sowie die wesentlichen Optimierungen und nächsten Schritte vorgestellt.
Eine wichtige Rolle spielte ebenfalls die internationale Zusammenarbeit.. Ein Vertreter des deutschen Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zeigte auf, wie internationale Ressourcen im Rahmen des EU Civil Protection Mechanism (UCPM) angefordert und eingesetzt werden.
Ergänzend dazu gab ein Rückblick auf den Erdbebeneinsatz der Rettungskette Schweiz in Venezuela Einblick in praktische Erfahrungen aus einem internationalen Einsatz und deren Bedeutung für die Schweiz.
Neben den Einsätzen standen weitere aktuelle Themen auf dem Programm. Dazu gehörten die Informationsvernetzung nach einem möglichen Erdbeben in der Schweiz sowie die Massnahmen im Zusammenhang mit dem Hitzesommer 2026.